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Die Geschichte des Kartenlegens
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Kartomantie ist das Wahrsagen mit Hilfe von Karten. Hierbei ist nicht nur das Tarot Deck gemeint, sondern auch Arten von Spielkarten. Dieser Methode des Wahrsagens wird ein hohes Alter nachgesagt. Aus Überlieferungen weiß man, daß es aus Ägypten kommende Zigeuner bereits praktiziert haben, aber der Ursprung der Kartomanie ist und bleibt uns ein Rätsel...
Der Sage nach entstand die Kunst des Kartenlegens im Reich der Mitte, in China. Dort wurde im ersten Jahrhundert nach Christi Geburt die Papierherstellung entwickelt, was die Grundlage einer jeden Karte darstellt.
Die Kartenlegekunst aus dem Orient kam erst gegen Ende des dreizehnten Jahrhunderts auch nach Europa.
Bereits im vierzehnten Jahrhundert ließ sich der Adel durch Seherinnen und auch Kartenlegerinnen beraten und unterhalten, zumeist jedoch im verborgenen, da Geistige und Obrigkeiten das Wahrsagen mit Hilfe von Karten zu dieser Zeit verteufelten und es unter hohe Strafen stellten.
Die Hexenverbrennungen, die in den nächsten paar Jahrhunderten in Europa stattgefunden haben, sorgten dafür, daß die Kunst des Kartenlegens mehr order weniger ausgerottet wurde. Viel Wissen ging dabei verloren.
Aber wie heißt es so schön: "Eine Begabung geht nicht verloren. Man vergißt sie nur zu benutzen."
Und so wurde die hellseherische Begabung unbewußt von Generation zu Generation weitervererbt.
Erst lange Zeit später erreichte die Kartomantie durch Mdm. Lenormand Anerkennung und Hoffähigkeit, wegen ihren treffsicheren Weissagungen. Sie legte Ende des 18. Jahrhunderts und Anfang des 19. Jahrhunderts für Napoleon und seinem hohem Adel die Karten. Leider sagte sie Napoleons Sturz voraus und durfte dafür für lange Zeit ins Gefängnis wandern. Zwar kam sie wieder heraus, wurde aber weitere Male wegen ihrer leider richtigen Aussagen eingesperrt. Aber ihr Leben hat ihr letztendlich doch noch ein Happy End beschehrt: Sie wurde sehr berühmt, bekam Anerkennung und starb mit dem damaligen stolzen Alter von 71 Jahren als sehr reiche Frau und Schloßbesitzerin.
Seit dieser Zeit verbreitete sich das Kartenlegen durch ganz Europa. Viele Kartenlegerinnen (aber auch Männer!) wurden von Adel, Militär und Großgrundbesitzern aufgesucht. Zwar verschwanden noch so einige Kartenlegerinnen zu damaliger Zeit wegen "schlechten Vorhersagen", aber im Großen und Ganzen konnten sie fortan völlig legal ihrer Berufung folgen.
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